Die zentrale Fragestellung des InnoTeam PRESENCE ist, wie die Presence, also das Gefühl des Eintauchens in eine virtuelle Welt, erhöht werden kann. Dazu ist es notwendig, neue Technologien und gesamtheitliche Konzepte zu entwickeln, die verschiedene Sinnesmodalitäten kombinieren.

Aktuelle VR- und AR-Systeme und die zugehörigen Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet fokussieren zum Großteil allein auf die Visualisierung, d.h. die Entwicklung und Optimierung der optischen Anzeigesysteme, wie VR-Brillen oder Projektionsflächen. Nur einige wenige Anwendungen bzw. Forschungsprojekte kombinieren verschiedene menschliche Sinne miteinander (Visualisierung + Akustik oder Visualisierung + Haptik). Um einen ganzheitlichen Ansatz nutzer- und situationsbezogen Presence-förderlicher virtueller Umgebungen zu verfolgen, muss u.a. erforscht werden, welche Sinneskanäle nutzer- und situationsabhängig angesprochen werden können und müssen. Dabei muss ein Abwägen zwischen maximaler Presence/Immersion und Überforderung durch zu viele Sinneseindrücke stattfinden. Außerdem muss analysiert werden, wie die unterschiedlichen Sinneskanäle (auditiv, visuell, haptisch) angesprochen werden können und welche Varianten und Kombinationen für den Presence-Eindruck nützlich sind. Neben diesen Forschungsaufgaben widmet sich das InnoTeam auch der Entwicklung neuer Interaktionsformen, indem Interaktionen mittels Sprache, Blickbewegungen, Gesten und Controllereingaben kombiniert werden.

Um einer anwendungsspezifischen Forschung zu entsprechen, werden die entwickelten Techniken und Konzepte in verschiedene arrow_forward Use-Case-Demonstratoren integriert und deren Einfluss auf das Präsenzempfinden bewertet. Die daraus resultierenden Erkenntnisse werden unter anderem in einem Methodenkatalog festgehalten. Der so entstehende Methodenkatalog für Presence-Kriterien in verschiedenen Use Cases kann nachfolgend breitenwirksam für die Entwicklung von VR- und AR-Anwendungssystemen genutzt werden.

Use Case 1
Use Case 1

Use Case 1 widmet sich der Augmented-Reality-gestützten Überprüfung eines realen Hallenlayouts mit den dazugehörigen Planungsdaten der Software visTABLE.

Use Case 2
Use Case 2

In Use Case 2 wird ein virtuelles Szenario der Planungsarbeiten hinsichtlich eines Arbeitsplatzes an einem Stehmontagetisch entwickelt.

Use Case 3
Use Case 3

Um die Ergebnisse der Entwicklungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wurde Use Case 3 so konzipiert, dass es eher einen gemeinnützigen statt kommerziellem Anspruch gerecht wird.