Use Cases

Um konkrete Forschungsergebnisse zu gewährleisten und die Forschungstätigkeiten von Beginn an zu fokussieren, wurden drei initiale Use Cases definiert, anhand derer erforscht werden soll, welche Konzepte / Sinne für ein optimales Presence-Erlebnis notwendig sind:

Use Case 1
Use Case 1

Use Case 1 widmet sich der Augmented-Reality-gestützten Überprüfung eines realen Hallenlayouts mit den dazugehörigen Planungsdaten der Software visTABLE.

Use Case 1 widmet sich der Augmented-Reality-gestützten Überprüfung eines realen Hallenlayouts mit den dazugehörigen Planungsdaten der Software visTABLE. Dazu steht der Planer in der realen Maschinenhalle, trägt ein See-Through-Head-Mounted Display und erhält auf diesem Informationen zu den geplanten Maschinenstandorten. Ziel ist es, die reale Maschinenanordnung mit dem hinterlegten Layout zu vergleichen und direkt Abweichungen dokumentieren oder Änderungen vornehmen zu können. Neben neuen Anzeigekonzepten für ein See-Through-Head-Mounted Display werden auch innovative Interaktionstechniken entwickelt. Hierfür verzichten wir auf Interaktionen mittels Controller und fokussieren freihändige Interaktionen, bestehend aus einer Kombination von Sprachbefehlen, Eyetracking und Gestenerkennung. Diese Methoden sollen sich gegenseitig unterstützen und komplementieren, um intuitive, störungsfreie und effiziente Interaktionen zu gewährleisten.
Use Case 2
Use Case 2

In Use Case 2 wird ein virtuelles Szenario der Planungsarbeiten hinsichtlich eines Arbeitsplatzes an einem Stehmontagetisch entwickelt.

In Use Case 2 wird ein virtuelles Szenario der Planungsarbeiten hinsichtlich eines Arbeitsplatzes an einem Stehmontagetisch entwickelt. Innerhalb des Szenarios ist es möglich, die Körpergröße des späteren Werkers anhand von Perzentilen einzustellen und dessen Blick- und Greifräume direkt zu visualisieren. Mit Hilfe eines virtuellen Szenarios kann ein Planer somit erstmals die Sicht des späteren Arbeiters einnehmen und die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung sicherstellen. Hierzu werden neue Visualisierungskonzepte zum Darstellen von dreidimensionalen Greifräumen unter Berücksichtigung des Presence-Eindrucks entwickelt. Zudem erfolgt die Einbindung von haptischem und akustischen Feedback in Form von Vibrationsaktoren und dem Einsatz von 3D-Sound. Das InnoTeam entwickelt hierzu neuartige Haptikbänder, welche an verschiedenen Körperregionen angebracht werden und Kollisionen simulieren können. Neben der Evaluation des Arbeitsplatzes erfolgt zudem die Durchführung und Überprüfung von komplexen Montagearbeitsschritten.
Use Case 3
Use Case 3

Um die Ergebnisse der Entwicklungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wurde Use Case 3 so konzipiert, dass es eher einen gemeinnützigen statt kommerziellem Anspruch gerecht wird.

Um die Ergebnisse der Entwicklungen des InnoTeams einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wurde Use Case 3 so konzipiert, dass es eher einen gemeinnützigen statt kommerziellem Anspruch gerecht wird. Hierzu wird eine virtuelle Fahrradfahrt simuliert, welche der Nutzer auf einem realen Fahrrad erleben kann. Die Besonderheit hierbei liegt darin, dass die tatsächliche Tritt- und Lenkbewegung zur Steuerung der virtuellen Welt genutzt werden und zusätzlich ein Kraftrückkopplungs- und Windprojektionssystem den Rollwiederstand und selbst den Fahrtwind –angepasst an die fahrdynamische Situation – simulieren. Um den auditiven Kanal ebenso realistisch einzubinden, entwickelt das InnoTeam speziell für die 5-Seiten-CAVE der Technischen Universität Chemnitz einen Schallprojektor, der einen dreidimensionalen Sound durch Ausnutzung von Schallreflexionen an den CAVE-Seitenwänden ermöglicht. Diese Kombination der Sinne, in Zusammenspiel mit real berührbaren und steuerbaren Komponenten wird zusätzlich als mobiler Funktionsdemonstrator mittels eines Head-Mounted Displays umgesetzt.